Umwelt und Gesundheit

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Unsere Heimat ist schön. Wir wollen, dass dies so bleibt. Dabei ist die Schönheit unserer Landschaft kein Selbstzweck, sondern dient primär den Menschen unserer Heimat und ihrer Zukunft. Ein lebenswertes Umfeld zieht insbesondere junge Familien in unser Kreisgebiet, was sich positiv auf die demographische Entwicklung auswirkt. Urlauber suchen in unserer Region Erholung und sichern somit wichtige Arbeitsplätze.

Mit großer Sorge beobachten wir zumeist von außen beförderte Entwicklungen, die diesen Standortvorteil gefährden. Landwirtschaftliche Monokulturen zum Zweck unwirtschaftlicher Produktion von Biodiesel passen nicht in unser Bild eines intakten ländlichen Kulturraumes. Die verstärkte Ausbringung mutmaßlich aus den Niederlanden stammender Rohgülle und Gärsubstraten vermindert den Wohnwert in unserer Region und gefährdet darüber hinaus das Grundwasser. Die Verspargelung unserer Heimat durch Windkraftanlagen zerstört das harmonische Landschaftsbild und gefährdet den Status als Urlaubsregion.

Deshalb fordern wir:

  • Keine Einrichtung von neuen Windparks zur Gewinnmaximierung Einzelner, da bereits jetzt die Erholungslandschaft durch zahlreiche Windräder beeinträchtigt wird.
  • Die Landesregierung hat auf der Grundlage der Resolution des Kreistags vom Dezember 2013 die Behandlung der Gärsubstrate schnellstmöglich auf dem Verordnungswege zu regeln. Hier bieten sich die Filterung und Erhitzung der Gärsubstrate vor dem Ausbringen auf die Felder an.
  • Die Landwirtschaftskammer und die untere Wasserbehörde haben das Ausbringen der Rohgülle und der Gärsubstrate verstärkt zu kontrollieren. Bei der Berechnung der jährlichen maximalen Stickstoffbelastung sind auch die Gärreste einzubeziehen.
  • Die planerische Steuerung durch einen Bebauungsplan wie in der Stadt Mechernich, um weitere Ansiedlungen von Tiermastanlagen und damit die zusätzliche Produktion von Hühnertrockenkot und Putenmist zu verhindern.
  • Ausbau der Lebensmittelüberwachung durch das Kreisveterinäramt auch durch Ausbildung von entsprechendem Fachpersonal. Die Gesundheit der Menschen hat Vorrang gegenüber der Haushaltskonsolidierung.
  • Die Gewährleistung des Informationsanspruchs von Verbrauchern durch die zuständigen Behörden über Lebensmittel- und Hygieneverstöße in Gaststätten und Verarbeitungsbetrieben nach dem Verbraucherinformationsgesetz.
  • Freiwillige Modelle wie die „Hygiene-Ampel“, die bereits 2011 von den Ländern vorgeschlagen wurden.
  • Keine weiteren Kahlschläge im Nationalpark Eifel – die Natur soll sich selbst überlassen werden.
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