Wie bei einer AfD-Veranstaltung “diskutiert” wird

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Mit einer unter diesem Titel eingespielten kurzen Videosequenz versucht der WDR den Eindruck zu erwecken, als sei auf einer Veranstaltung des Kreisverbandes Euskirchen im Rahmen einer Diskussion eine menschenverachtende ausländerfeindliche Äußerung getätigt worden. Dies ist wahrheitswidrig, was von den mehr als fünfzig an diesem Abend Anwesenden leicht bestätigt werden kann.

Der junge Mann, der diese Aussagen von sich gegeben haben soll, ist nicht Mitglied des AfD-Kreisverbandes und ist auch niemals zuvor bei einer unserer Veranstaltungen gesichtet worden.

In dem Video ist zu sehen, dass die Veranstaltung bereits vorüber ist: die Stuhlreihen hinter dem jungen Mann sind leer, und der Referent des Abends ist im Hintergrund seitlich zu sehen, wie er telefoniert.

Tatsächlich weist diese Szene nicht wenige Merkmale einer gezielten Inszenierung auf: Ein dem WDR “zugespieltes” Video, in dem einem unkenntlich gemachten jungen Mann auf Basis eines “Gedächtnisprotokolls” Worte in den Mund gelegt werden, denen noch dazu jeglicher Bezug zum Thema des Abends fehlt.

Wenn man die Möglichkeit ausschliessen möchte, dass diese gesamte Szene von vornherein eine Auftragsarbeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks war, wird man gleichwohl nicht umhin kommen, dem WDR die Verletzung selbst allerniedrigster journalistischer Standards vorzuwerfen.

Es ist bezeichnend für manipulativen Journalismus nach Art des WDR, dass ein solch obskures Filmchen zweifelhafter Herkunft dem Zwangsgebühren zahlenden Publikum zur besten Sendezeit vorgeführt wird. Dabei wäre es ein leichtes gewesen, die einzige tatsächlich an diesem Abend  zum Thema Ausländer geäußerte Bemerkung in die Sendung aufzunehmen – in aller Öffentlichkeit gesprochen, ohne Notwendigkeit zur Verpixelung oder zum Rückgriff auf ein ominöses “Gedächtnisprotokoll”.

Dabei hätte es sich dann allerdings um die deutliche Äußerung des Kreisvorsitzenden in seiner Begrüßungsansprache gehandelt, dass Personen mit ausländerfeindlichen Neigungen davon absehen mögen, einen Antrag auf Mitgliedschaft in der AfD zu stellen, da dieser abgelehnt werden würde.

Klar, dass dies nicht in das Bild passt, das der WDR vermitteln möchte.

Dieser klägliche und durchschaubare, fast schon verzweifelt anmutende Versuch, sich durch eine selbstgemachte Inszenierung einen Aufhänger zu basteln, den die Wirklichkeit nicht hergibt, belegt mit aller wünschenswerten Klarheit, dass während der gesamten, fast zweistündigen – und fachlich hochkarätigen – Veranstaltung keinerlei Äußerungen gefallen sind, die man in denunziatorischer Absicht hätte aufnehmen können.

Um an den Titel anzuknüpfen: Dieser Filmbeitrag zeigt mitnichten, wie bei einer AfD-Veranstaltung diskutiert wird, sondern lediglich, wie im öffentlich-rechtlichen Rundfunk getrickst, manipuliert und getäuscht wird.

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Ein Kommentar zu “Wie bei einer AfD-Veranstaltung “diskutiert” wird

  1. Es scheint hier schier die Angst in den Nacken zu sitzen. Wenn morgen Wahlen wären, würde die AfD in nahezu in allen Bundesländern in den Bundestag einziehen. Man sollte doch zu mindestens davon Ausgehen das der GEZ finanzierte WDR, also eine Anstalt öffentliches Recht neutral und objektiv berichtet.

    Der Beitrag suggeriert ein spelunkenhaftes Treffen unter seinesgleichen. Tatsache ist das der KV Euskirchen öffentlich die Werbetrommel zu dieser Veranstaltung gerührt hat. AfD-Bundesvorstandsmitglied Georg Pazderski, referierte im Cityforum in Euskirchen zum Thema „Sicherheit in Europa“. Dazu kamen 53 Gäste einschließlich 8 AfD Kreismitglieder.

    Ich frage mich warum bei dieser öffentliche Veranstaltung heimlich gefilmt wurde (Keiner von uns hat das Filmen mitbekommen!). Der WDR zeigt in den Beitragsausschnitten von Euskirchen komplett ohne Ton.

    Wenn doch diese Person, der kein AfD-Mitglied ist, diese Aussagen gemacht hat, wäre es doch als Beweis nachweislich ein Einfaches gewesen den Beitrag mit Ton zu senden. Dann hätte der WDR einen wahrheitsgemäßen Beitrag gehabt.

    Stattdessen wird dem Mann etwas in den Mund geschoben um die Öffentlichkeit vor uns (AfD) zu warnen. Der im Beitrag wiedergegebene Text hat es so nie gegeben auch nicht in ähnlicher Form, dass man daraus ein Missverständnis hätte herleiten können.

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